tt shop I1

Am 21.10.2017 fand in Kronau der erste Jugend Workshop im Tischtennis-Bezirk Bruchsal statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto, wie können wir gemeinsam in der Jugend- und Vereinsarbeit erfolgreich sein. Als Gastreferent führte Markus Reiter durch diesen Tag. Er ist aktuell Lehrwart des HeTTV, Dozent in Trainerausbildung und -fortbildung des HeTTV und TTVWH und anerkannter Experte für eine erfolgreiche Nachwuchs- und Vereinsarbeit.

Interview mit dem Bezirksjugendvorsitzenden Thorsten Scheuring
Frage: Was war der Auslöser für diesen Workshop und welches Ziel wollen sie damit erreichen?


Nach jahrelang konstanten Meldezahlen zum Mannschaftsspielbetrieb der Jugend hatten wir in den letzten beiden Jahren einen drastischen Rückgang von knapp 50% über 2 Jahre zu verzeichnen. Zudem sind die Teilnehmerzahlen bei den Ranglisten und Bezirksmeisterschaften bereits seit einigen Jahren ständig rückläufig. Aus diesem Grund haben wir als Bezirk Bruchsal beim letzten Bezirkstag entschieden, diesem langsamen Sterben unseres Sportes nicht tatenlos zuzusehen, sondern wollen gemeinsam dagegen ankämpfen. Der Workshop sollte ein erster Impuls sein, was kann ich als Verein selbst tun, wie können wir als Vereine gesamthaft Jugendliche wieder für unseren Sport begeistern und was können wir als Bezirk tun, um ein aktives Miteinander zu unterstützen
Frage: Welche Erfolgsfaktoren wurden identifiziert und gibt es konkrete Maßnahmen die sie vereinbart haben?
Der erste große Erfolgsfaktor überhaupt liegt in der Erkenntnis der aktuellen Situation sowohl von den betroffenen Vereinen als auch von den handelnden Funktionären. Damit verbunden ist die Motivation, nicht tatenlos zuzusehen wie unsere Vereine aussterben, sondern dem aktiv entgegenzuwirken. Die sportliche Rivalität in Ehren, aber nur wenn jetzt alle Vereine gemeinsam zusammenarbeiten können wir perspektivisch überhaupt einen vernünftigen Wettspielbetrieb aufrechterhalten.
Gemeinsam Konzepte entwickeln für eine erfolgreiche Kooperation mit Schulen, offener Austausch über erfolgreiche Maßnahmen einer Elternbindung, Bedeutung von Visionen und vernünftigen Strukturen in der Vereinsarbeit oder auch nur den Stellenwert unseres Sports in der aktuellen Gesellschaft. Alle diese grundsätzlichen Themenfelder haben wir an diesem Tag in interessanten Diskussionen aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.
Lernen von anderen war hierbei die wichtigste Aufgabe und es waren jede Menge wertvolle Impulse dabei, die sofort in die Tat umgesetzt werden können. Dies war zum Beispiel Einführung eines Schnupperpasses für Anfänger, gemeinsame Aktion mit dem Schnuppermobil oder einen gemeinsamen Spiel- und Erlebnistag für Anfänger.
Frage: wie geht es jetzt konkret weiter?
Jeder einzelne hat viele Impulse mitgenommen, die er sofort in die Tat umsetzen will, aber auch gemeinsam wollen wir uns weiter intensiv austauschen und haben auch hierfür konkret weitere Haltepunkte definiert. Da nur ein Teil der Vereine aus dem Bezirk vertreten war, wollen wir beim nächsten Mal weitere Vereine motivieren mitzumachen, hierzu wurden Patenschaften von den Anwesenden übernommen. Ebenso wurde bereits ein weiterer Termin für Januar 2018 ins Visier genommen. Um hier erfolgreich zu sein, gilt es den Weg gemeinsam zu gehen, dieser Weg wird kein Sprint sondern ein knallharter Marathon werden, dies war allen Beteiligten am Ende klar.
Der Startschuss ist gefallen, erste Gehversuche wurden unternommen, jetzt liegt es an uns allen, den Weg weiter zu gehen und unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Go to Top